Berg Casitagua: Nach dem Waldbrand
Am 17. September 2026 brach oberhalb von Pomasqui am Berg Casitagua ein verheerender Waldbrand aus. Fünf Tage lang kämpften Feuerwehrleute, Helikopter, die lokale Bevölkerung und zahlreiche Freiwillige unermüdlich gegen die Flammen. Am 21. September konnte der Brand endlich vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Doch die Spuren sind deutlich sichtbar: Schätzungsweise 300 Hektar Vegetation und wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen wurden zerstört.
Besuch im Waldbrandgebiet
Die Folgen für Mensch, Tier und Natur
Besonders stark betroffen war das Quartier Uyachul, wo die Stiftung Sembrar Esperanza lokale Projekte umsetzt und Familien unterstützt. Vor allem die Natur hat schwer gelitten: Grosse Waldflächen sind verbrannt, und es wird Jahre dauern, bis sich das Ökosystem vollständig erholt.
Auch für die Familien vor Ort hat der Brand spürbare Folgen. Meerschweinchen, Hühner, Kaninchen und Schweine litten unter Rauch und belastetem Futter; einige Tiere starben. Ihr Verlust trifft die Familien nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich, denn die Tiere sind eine wichtige Grundlage ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit.
Menschen erlitten glücklicherweise keine schwereren Verletzungen. Mehrere Personen berichteten jedoch von Atemwegsbeschwerden durch Rauch und Brandgase, und wegen des Waldbrands kam es zu Erwerbsausfällen.
Trotz des verheerenden Ausmasses des Brandes gibt es auch gute Nachrichten: Die Wohnhäuser in Uyachul wurden zum Glück nur geringfügig beschädigt, und die Wasserleitungen, welche die Stiftung SEMBRES 2025 in Uyachul realisiert hatte, blieben weitgehend intakt.
Bisherige und geplante Unterstützung
Dank der Unterstützung von Pro Pomasqui Schweiz konnten nach der Wiederöffnung der Strassen dringend benötigte Hilfspakete mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Schutzmasken an die rund 50 betroffenen Familien verteilt werden.
Doch die Unterstützung soll weitergehen: SEMBRES möchte den Familien verlorene Nutztiere ersetzen, damit sie ihre landwirtschaftliche Tätigkeit vollständig wieder aufnehmen und ihre Lebensgrundlage sichern können.
Gleichzeitig soll möglichst bald die Wiederaufforstung beginnen. Dabei ist Eile geboten, aber auch Vorsicht: Die starken Regenfälle der kommenden Regenzeit erhöhen das Risiko von Erdrutschen auf den abgebrannten Flächen deutlich.
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Herzlichen Dank!