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10.04.2018 15:04 Alter: 196 days

April 2018: Seit 18 Jahren Pate - wieso das?

Christian Graf unterstützt Pro Pomasqui/Sembrar esperanza seit dem Jahr 2000 mit einer Patenschaft. Was bewegt ihn dazu, das Projekt seit so vielen Jahren zu mitzutragen?

 

Herr Graf, wie lange sind Sie schon Pate?

Seit dem Jahr 2000.

 

Wann haben Sie das Projekt von Pro Pomasqui kennengelernt?

Meine ehemalige Lebenspartnerin reiste damals nach Ecuador, um Spanisch in der Sprachschule von Toni Stebler zu lernen. Sie war in ihrer Ausbildung als Lehrerin und kannte Toni von der KV Business School her. Bei ihrer Rückkehr aus Ecuador erzählte sie mir von Pro Pomasqui, worauf ich mich sofort entschied, Pate von zwei Kindern zu werden.

 

Was war der auslösende Grund, dass Sie eine Patenschaft übernommen haben?

Ich habe in der Organisation Pro Pomasqui drei positive Elemente erkannt: Transparenz des gespendeten Geldes resp. direkte Hilfe, Beständigkeit und Engagement aller Beteiligten sowie Seriosität in der Sache. Natürlich haben mich die Schicksale der Kinder und deren Familien auch bewegt. Ich bin froh darüber, dass wir vor einigen Jahren auch das Projekt zur Unterstützung der Mütter lancieren und einmal mit einer Studierendengruppe einen Beitrag leisten konnten, damals mit Philipp Schlegel.

 

Wie häufig sind Sie mit Ihrem Patenkind in Kontakt? Falls Sie Ihr Patenkind bereits einmal getroffen haben: Können Sie uns ein wenig über dieses Erlebnis erzählen?

Ehrlich gesagt, hatte ich von Anfang an keinen direkten und intensiven Kontakt mit meinen Patenkindern. Das liegt wohl daran, dass ich selber nie in Südamerika war, kein Spanisch beherrsche und auch persönlich lebensintensive Jahre mit Zeitmangel hinter mir habe. Dennoch freue mich über die regelmässigen Briefe oder habe durch andere Personen über meine Schützlinge gehört. Vielleicht ergibt sich ja einmal die Möglichkeit für mich, nach Pomasqui zu reisen.

 

Was gefällt Ihnen daran, Pate zu sein?

Ich denke, dass es für Patenkinder wichtig ist zu wissen, dass jemand für sie da ist, auch wenn dieser/e Person sich geografisch weit weg befindet. Andererseits ist es für mich auch schön zu wissen, dass ich mit einem kleinen Beitrag Kinder oder Jugendliche in ihrer Entwicklung unterstützen darf.

 

Was ist das Spezielle an Ihrem Patenkind? Was für eine Ausbildung oder Schule hat das Kind besucht/abgeschlossen?

Mein erstes Patenkind, Maria Daniela, durfte ich als Kind «übernehmen» und jetzt ist sie erwachsen geworden. Inzwischen hat sie ihr Studium abgeschlossen, ist verheiratet und Mutter geworden. Ihre Fröhlichkeit und Ehrgeiz, etwas zu erreichen, kamen im Briefwechsel jeweils zum Ausdruck, was mich sehr freute. Im Anschluss daran unterstütze ich nun ihre jüngere Schwester, Salome, die zurzeit die Schule besucht.

 

Das zweite Patenkind, Steven Dario, 14 Jahre alt, erlebte sehr harte Schicksalsschläge und hat körperliche Beeinträchtigungen. Die letzte schlechte Nachricht habe ich kurz vor Weihnachten erhalten. Über ihn kann ich zurzeit wenig berichten, da die Briefe an mich standardisiert erscheinen, aber ich verstehe die Hintergründe. Ich hoffe, dass sich bei ihm alles zum Guten wendet.